Platon
428–348 v. Chr. 11 Einträge
Biografie
Platon war ein griechischer Philosoph aus Athen, Schüler des Sokrates und Lehrer des Aristoteles. Aus einer der vornehmen Familien der Stadt stammend, wandte er sich der Philosophie statt der Politik zu, und der Prozess gegen Sokrates und dessen Hinrichtung im Jahr 399 v. Chr. prägten ihn sein Leben lang. Danach reiste er, dreimal auch an den Hof der Herrscher von Syrakus auf Sizilien, und gründete um 387 v. Chr. in einem Hain vor Athen die Akademie. Die Schule, die er dort ins Leben rief, lehrte rund drei Jahrhunderte lang Philosophie, Mathematik und Astronomie.
Anders als bei fast allen antiken Autoren ist Platons Werk wohl vollständig erhalten: etwa fünfunddreißig Dialoge, in denen meist Sokrates das Wort führt, darunter die Apologie, das Symposion, der Phaidon und die Politeia. Darin entwickelte er die Ideenlehre, nach der die Dinge dieser Welt nur unvollkommene Abbilder ewiger Ideen sind, und das Höhlengleichnis, in dem Menschen Schatten an einer Wand für die Wirklichkeit halten. Der Philosoph Alfred North Whitehead schrieb, die europäische Philosophie bestehe aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon. Er starb um 348 v. Chr. in Athen.
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