Sammlung

Aphorismen

Kurze, scharfe Gedanken, die in einem einzigen Satz alles sagen.

128 Aphorismen

Weisheit

Die Leidenschaft macht oft aus dem klügsten Menschen einen Narren und macht oft die Dümmsten klug.

François de La Rochefoucauld, 1613–1680

Wer glaubt, in sich selbst genug zu finden, um ohne alle anderen auszukommen, irrt sich sehr; wer aber glaubt, man könne ohne ihn nicht auskommen, irrt sich noch mehr.

François de La Rochefoucauld, 1613–1680

Wir würden uns unserer schönsten Taten oft schämen, wenn die Welt alle Beweggründe sähe, aus denen sie entspringen.

François de La Rochefoucauld, 1613–1680

Die Eigenliebe ist klüger als der klügste Mensch der Welt.

François de La Rochefoucauld, 1613–1680

Vernunftgründe bringen niemanden dazu, eine falsche Meinung zu berichtigen, die er nicht durch Vernunft erworben hat.

Jonathan Swift, 1667–1745

Der Ehrgeiz bringt die Menschen oft dazu, die niedrigsten Dienste zu verrichten; so geschieht das Klettern in derselben Haltung wie das Kriechen.

Jonathan Swift, 1667–1745

Schmeichelei ist die Speise der Narren.

Jonathan Swift, 1667–1745

Ich wundere mich nie, Menschen böse zu sehen, aber oft, sie ohne Scham zu sehen.

Jonathan Swift, 1667–1745

Die Lüge fliegt, und die Wahrheit kommt hinter ihr hergehinkt.

Jonathan Swift, 1667–1745

Die Satire ist eine Art Spiegel, in dem die Betrachter gewöhnlich jedes Gesicht entdecken außer ihrem eigenen.

Jonathan Swift, 1667–1745

Geduld: eine mildere Form der Verzweiflung, als Tugend verkleidet.

Ambrose Bierce, 1842–1914

Um Rat fragen: die Missbilligung eines anderen für einen Entschluss suchen, der schon gefasst ist.

Ambrose Bierce, 1842–1914

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