Horaz

Horaz

65–8 v. Chr. 3 Einträge

Biografie

Horaz, mit vollem Namen Quintus Horatius Flaccus, war ein römischer Dichter, der große Lyriker der Zeit des Augustus. Er wurde 65 v. Chr. in Venusia im Süden Italiens als Sohn eines freigelassenen Sklaven geboren, der ihn nach Rom brachte, damit er bei den besten Lehrern lernte, und studierte danach Philosophie in Athen. Dort schloss er sich nach der Ermordung Julius Caesars dem Heer des Brutus an und kämpfte 42 v. Chr. als Offizier bei Philippi; als die Republikaner verloren, kehrte er heim und fand das Land seines Vaters beschlagnahmt. Er fand Arbeit als Schreiber in der Staatskasse, und seine ersten Gedichte brachten ihm die Freundschaft Vergils ein, der ihn mit Maecenas bekannt machte, dem großen Förderer der Dichter, der ihm später ein Landgut in den Sabinerbergen schenkte.

In seinen Satiren und Episteln spricht er in leichtem, ironischem Ton darüber, wie man gut lebt, und seine vier Bücher Oden brachten die Versmaße der griechischen Lyrik ins Lateinische. In ihnen stehen einige der meistzitierten Verse der lateinischen Dichtung, von carpe diem, nutze den Tag, bis zur goldenen Mitte und dem stolzen Satz, er habe sich ein Denkmal errichtet, dauerhafter als Erz. 17 v. Chr. wählte Augustus ihn aus, das Lied für die Säkularfeier zu schreiben, und sein Brief über die Dichtkunst, die Ars poetica, war Dichtern und Kritikern jahrhundertelang ein Leitfaden. Er starb 8 v. Chr. in Rom, weniger als zwei Monate nach Maecenas, und wurde neben ihm auf dem Esquilin bestattet.

  • Aphorismen 3